Bienenwachskerzen selber machen – In den letzten Tagen haben wir begonnen unser Wachs umzuarbeiten. Dafür haben wir im Sommer bereits Altwaben mit dem Sonnenwachsschmelzer ausgeschmolzen. Jetzt haben wir es gereinigt und gießen damit unsere Teelichter.

In unserer Küche duftet es soooo herrlich nach Bienenwachs und irgendwie auch nach Weihnachten 🙂 

Kerzen aus Bienenwachs als Alternative zu Kerzen aus Paraffin

Die meisten handelsüblichen Kerzen, schätzungsweise knapp 75 Prozent, bestehen aus Paraffin. Das hat den Vorteil, dass es relativ günstig ist und wegen seines niedrigen Schmelzpunkts rasch abbrennt. Aber: Paraffin ist ein Nebenprodukt welches beim Raffinieren von Erdöl entsteht. Erdöl wiederum ist ein nicht nachwachsender, fossiler Brennstoff, bei dessen Verarbeitung große Mengen CO2 freigesetzt werden. Die Klimabilanz ist auch bei den Kerzen entsprechend negativ. Zusätzlich zu dem schlechten ökologischen Fußabdruck stehen Paraffinkerzen außerdem im Verdacht beim Abbrennen schädliche Substanzen freizusetzen.

Eine wunderbare Alternative können Kerzen aus Bienenwachs sein. Bei Bienenwachs handelt es sich um ein reines Naturprodukt, welches keine störenden Zusatzstoffe enthält. Weitere Pluspunkte sind der herrliche Geruch und die lange Brenndauer der Kerzen. Dabei kann man Bienenwachskerzen auch ganz einfach selber machen.
Bienenwachskerzen selber machen

Bienenwachskerzen selber machen – So wird’s gemacht:

Das braucht ihr:

  • Bienenwachs – für ein Teelicht wird ca. 15-20 g Bienenwachs benötigt.
  • Kerzen Gießformen aus Silikon – gibt es in großer Auswahl im Imkereibedarf. Beim Basteln mit Kindern eignen sich besonders die Gießformen für Teelichter. Diese Kerzen lassen sich leicht gießen und brauchen nicht so lange zum Aushärten.
  • Kerzendochte – sollten passend zur Gießform und damit passend zur späteren Kerzengröße gewählt werden.
  • Hitzebeständiges Schmelzgefäß – wie verwenden gerne alte Schraub- Gläser zum Schmelzen des Bienenwachses. Ideal wäre ein feuerfestes Becherglas mit Gießschnabel aus dem Laborbedarf. Achtung: Geschmolzenes Bienenwachs lässt sich anschließend nur sehr schwer entfernen.
  • Topf für das Wasserbad – wenn möglich einen alten, ausrangierten Topf verwenden. Ganz lassen sich Wachsspritzer nicht vermeiden.
  • Unterlage – den Arbeitsbereich unbedingt großflächig mit einer geeigneten Unterlage auslegen.

So wird’s gemacht:

  • Das Bienenwachs in das Schmelzgefäß geben und langsam schmelzen lassen (das Wachs sollte nicht kochen. Achtung: Geschmolzenes Wachs ist richtig heiß!). Bienenwachs schmilzt bei knapp 65 °C, viel heißer sollte es auch nicht werden. Achtet darauf, dass kein Wasser in das Wachs spritzt.
  • In der Zwischenzeit könnt ihr die Gießformen vorbereiten: Für Teelichter die Holzspießchen oder Nägel in die Mitte der runden Förmchen stecken (hierfür befindet sich bereits ein Loch im Boden der Silikonform). Bei allen anderen Gießformen werden Runddochte in die Silikonformen eingefädelt und befestigt (bei den jeweiligen Gießformen ist eine genaue Beschreibung angegeben)
  • Nun die Gießform langsam und vorsichtig bis zum Rand mit dem geschmolzenen Wachs füllen.
  • Nach dem vollständigen Erkalten die Kerzen aus der Gießform nehmen und bei Teelichtern den Docht durchschieben. Bei anderen Gießformen wird der überstehende Docht an der Kerzenunterseite entfernt.

Tipps:

  • Achte darauf, dass du auch wirklich 100% reines Bienenwachs für deine Kerzen verwendest, damit diese sauber abbrennen ohne zu rußen.
  • Falls du einen Runddocht als Kerzendocht verwendest, solltest du dessen Laufrichtung beachten, um ein gleichmäßiges Abbrennen der Kerzen zu gewährleisten. Wenn man den Docht genau betrachtet, entdeckt man eine V-Struktur der einzelnen Fasern. Das nach oben geöffnete „V“ sollte dabei zur Kerzenspitze zeigen.Bienenwachskerzen selber machen